Montag, 7. Juli 2008

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät :-)

chinaIrgendwie vergeht die Zeit immer schneller. Liegt wohl daran, dass man immer mehr erledigen sollte. Das Filmfest-Programm ist schon mal fixiert und sieht viel versprechend aus. Ich freu mich auf alle Fälle auf ein paar „Schmankerln“.
Meine Wenigkeit verbringt den heurigen Sommer in den Bergen Tirols, respektive Schweiz, obwohl mich die wechselhaften Temperaturen langsam ermüden. Vielleicht muss ich noch schnell in den Winter. Ich war ja schon in China......konnte dort aber keine interessanten Bergfilme finden. Berge hätte ich genug gefunden. Vor ein paar Wochen habe ich dann zufällig den Mann getroffen, der für die Entwicklung des Sportkletterns einen großen Beitrag geleistet hat. Es hat mich gefreut ihn mal „live“ zu treffen. Gekannt habe ich den Herrn ja schon seit meinen Kletteranfängen...... aus den Zeitschriften, Büchern und Filmen.
Ja, der Kurt Albert hat einen wichtigen Impuls zum modernen Klettern gegeben.
Und „live“ wird er heuer beim Bergfilmfest in St. Anton sein. Er wird uns sicher einige Geschichten von damals erzählen. Ich freu mich:-)

Ich wünsch Euch noch einen schönen Sommer.....in den Bergen, im Wasser, in der Luft......

bz

Mittwoch, 25. Juni 2008

Mike Schönherr verunglückt

mikeIm letzten Jahr war Mike Schönherr Ehrengast beim FILMFEST ST. ANTON. Alex Kaiser und Harry Putz von freiluftdoku.com porträtierten das Multitalent aus dem Zillertal in einer halbstündigen Dokumentation. Heute Mittag ist der 34-Jährige bei neuen Filmaufnahmen in Mayrhofen tödlich verunglückt. Bei einem Basejump von einem Paragleiter öffnete sich sein Schirm aus bisher ungeklärter Ursache nicht.

Mike Schönherr war auch beim diesjährigen Filmprojekt von Alex Kaiser und Harry Putz dabei. Gemeinsam mit Lorraine Huber und Martin Mc Fly Winkler waren sie im Schweizerischen Bergell, wo Mike sich als Speedflyer betätigte.

Das FILMFEST-Team trauert um einen faszinierenden Sportler und Menschen.

Montag, 2. Juni 2008

Glückwünsche! Andy Holzer, letztjähriger Ehrengast beim FILMFEST ST. ANTON, hat den Gipfel des Denali, 6.194 m, erreicht.

Blick vom DenaliAm Freitag, 30 Mai 2008, gelang dem blinden Bergsteiger Andy Holzer gemeinsam mit seinen vier Expeditionskollegen die Gipfelbesteigung des Denali in Alaska. Ein kleiner Auszug aus seinem Tagebuch:

"Wir sind am Donnerstag, den 29.Mai, vom Medical Camp auf 4.300 m mit der benötigten Ausrüstung hinaufgezogen ins High Camp auf 5.200 m, waren um ca. 19 Uhr bei Sonnenschein und minus 25 Grad in der Sonne dort – man kann sich dann aussuchen, wie tief die Temperatur in der Nacht hinunter gegangen ist , es war einfach bitter kalt!!!
Deshalb sind wir dann am Freitag erst um 9 Uhr aufgebrochen, haben aber zwei Stunden vorher schon begonnen zu kochen, weil du in dieser Höhe mit dem Benzinkocher fast kein Wasser zusammen bekommst (Schnee schmelzen).
Um 9 Uhr sind wir dann in voller Montur, sprich Daunenausrüstung, losmarschiert, trotzdem hatten wir es in Händen und Füssen alle sehr kalt, fast schon an der Grenze, und sind in 7 Stunden mit Vollgas auf den Gipfel.
Auf 5.800 m haben wir schon befürchtet, wir müssen wieder umdrehen, weil wieder ein so starker Sturm aufgekommen ist, keine Wolke – ein Traumwetter – aber am letzten Hang bis auf 6.000 m waren wir  voll im  Sturm.
Wir haben in den Zehen und Händen fast nichts mehr gespürt!!!
Aber ab 6.000 m hat der Wind dann nachgelassen. Und am Ende des Pig Hill, die letzen 150 Höhenmeter hinauf zum Gipfel, wo es noch einmal sehr steil wird, ist es noch einmal richtig hart gewesen, aber es ist gegangen. Wir Fünf haben um 15 Uhr 15 den Denali Gipfel mit seinen 6.194 m erreicht.
Der Abstieg war sehr schwierig für mich, denn man muss ziemlicht genau gehen mit den Steigeisen, und um ca. 19 Uhr waren wir wieder im High Camp auf 5.200 m angekommen."

Das FILMFEST ST. ANTON gratuliert Andy Holzer und seinen Gefährten!

Dienstag, 20. Mai 2008

Schad drum! - Die Zeitschrift BERGE gibt es nicht mehr

berge150 Ausgaben lang hat die Zeitschrift BERGE, herausgegeben von Micky Pause, ihre Leser unterhalten und informiert. Starke Bildstrecken, ausführliche Berichte, Texte, die nicht nur minimal verlängerte Bildlegenden waren. Immer ging es um die Freude am Unterwegssein in den Alpen und sonst irgendwo auf der Welt. Doch in weit stärkerem Maß als die Mitbewerber auf dem engen Zeitschriftenmarkt, befasste sich BERGE auch mit den Menschen, die im Gebirge leben, mit Kultur und Brauchtum.

Die erste Ausgabe – sie erschien Anfang der achtziger Jahre – war dem Matterhorn gewidmet. Da rümpfte noch mancher Bergfreund die Nase: Was sollte man zum Matterhorn noch Neues bieten. Aber die Folgejahre zeigten dann, dass BERGE sehr wohl in der Lage war, die herrlichsten Alpenregionen immer wieder auch aus anderer Perspektive zu präsentieren.
Die letzte Ausgabe von BERGE ist wieder dem Matterhorn gewidmet.
Schade, dass es BERGE nicht mehr gibt!

Dienstag, 13. Mai 2008

Andy Holzer auf dem Weg zum Mount Mc. Kinley

Andi Holzer mit zwei Mitglieder seines Teams."Nachdem ich 2005 am Kilimanjaro in Afrika, 2006 am Elbrus in Rußland und im Jänner 2007 am Aconcagua in Südamerika erfolgreich war, ist es für mich fast logisch, bei meiner nächsten großen Bergfahrt wiederum einen anderen Kontinent zu betreten", sagt der Osttiroler Andy Holzer, der 2007 auf der Bühne des FILMFESTS ST. ANTON stand.

Mit einem vierköpfigen Team hat sich der blinde Bergsteiger heute auf den Weg gemacht, einen weiteren Gipfel der "Seven Summits" zu besteigen. Der Mount Mc. Kinley in Alaska ist mit 6.194m die höchste Erhebung Nordamerikas und gilt als der kälteste Berg der Welt.

Andys Frau Sabine wird in einem Expeditionstagebuch über den Verlauf des Unternehmens berichten, sie steht über Satellitentelefon mit ihrem Mann in Verbindung.

Sonntag, 4. Mai 2008

Ines Papert kommt zu Filmfest!

Ines PapertLange Zeit war alles in der Schwebe – würde Ines Papert, die wohl beste Eiskletterin der Welt, in diesem Jahr als Stargast zum Filmfest nach St. Anton kommen oder würde eine Expedition diesen Wunsch durchkreuzen?

Seit einigen Tagen steht nun fest: Ins Papert wird am Eröffnungsabend, 26. August 2008, live dabei sein. In mehreren Filmbeiträgen wird ihr extremes Tun in Eis und Fels gezeigt, und darüber hinaus wird sie in einer der längst legendären Filmfest-Talkrunden Rede und Antwort stehen: über ihre größten Erfolge, über tragische Momente, über neue Ziele – und ein klein wenig auch über Privates.

„Ich finde es toll“, so Moderatorin Kathrin König, „dass wir nach Kurt Albert, Lothar Brandler und Dietrich Hasse nun mit Ins Papert die Liste unserer Stargäste optimal abrunden konnten. Ich bin mir sicher, dass diese bemerkenswerten Persönlichkeiten für großartige Abende beim diesjährigen Filmfest St. Anton sorgen.“

Ines Papert wird am FILMFEST-Büchertisch der Buchhandlung A. Eiter ihre Autobiographie „Im Eis: Wie ich auf steilen Routen meinen Weg fand“ signieren.

Mittwoch, 23. April 2008

„Auf Wiedersehen, Tibet“ - Das neue Buch von Maria Blumencron

blumenIm Jahr 2004 präsentierte die Kölnerin Maria Blumencron ihre Aufsehen erregende Filmdokumentation „Flucht über den Himalaya“ persönlich beim FILMFEST ST. ANTON. Mit ihrem Film berichtete sie authentisch von der Flucht tibetischer Kinder ins Exil. Es war ein bewegender Abend mit einer überzeugenden Filmemacherin und Publizistin.
Nun hat Maria Blumencron ein neues Buch vorgelegt: „Auf Wiedersehen, Tibet“. Darin erzählt sie die Lebensgeschichte von Fluchthelfern, die mit Kindern den schwierigen Weg durch die Berge gehen.
Dass dieses Buch zu einem Zeitpunkt erscheint, da Tibet im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht, könnte geschickte Marketingstrategie sein. Nicht so bei Maria Blumencron. Ihr ehrliches Anliegen ist aus jeder Zeile herauszulesen. Sie will mithelfen, das Schicksal der Menschen in Tibet zu verbessern. Ein lesenswertes Buch, nicht nur in diesen Tagen...
„Auf Wiedersehen, Tibet“, 280 Seiten. DuMont-Verlag Köln, 2008: € 19,90.

Montag, 14. April 2008

Ein Blick auf einige alpingeschichtliche Jubiläen im FILMFEST-Jahr 2008

jublilaeenVor 850 Jahren, im Jahr 1158, überquerte Friedrich Barbarossa mit 100.000 Mann und 15.000 Reitern am Brenner die Alpen.

Vor 100 Jahren, am 13. Oktober 1908, wurde die später berühmt gewordene Westwand des Totenkirchls im Wilden Kaiser erstmals durchstiegen. Erfolgreich waren die Bergsteiger Josef Klammer und Rudolf Schietzold mit den Führern Piaz und Schroffenegger

Vor 80 Jahren, am 25. September 1928, gelang den deutschen Bergsteigern Allwein, Schneider und Wien die Erstersteigung des Pik Lenin (7127 m) im Pamirgebirge.

Vor 75 Jahren gelang Emilio Comici mit den Brüdern Dimai vom 12. bis 14. August 1933 die erste Durchsteigung der Großen-Zinne-Nordwand (Dolomiten). Sie weist den VI. Schwierigkeitsgrad auf.

Vor 70 Jahren, im Jahr 1938, gelingen die Erstbegehung der Eiger-Nordwand (21. – 24. Juli durch Heckmair und Vörg, Harrer und Kasparek) und die Erstbegehung des Walkerpfeilers an der Grandes Jorasses (4. – 6. August durch Cassin, Esposito und Tizzoni).

Vor 50 Jahren gelingt den deutschen Kletterern Hasse, Brandler, Lehne und Löw die Erstbegehung der Direkten Nordwand der Großen Zinne (6.-11. Juli 1958).

Ebenfalls vor 50 Jahren, am 12. November 1958, erreichen die amerikanischen Kletterer Harding, Merry und Whitemore als erste den Gipfel des El Capitan über die „Nose“.

Vor 30 Jahren, am 8. Mai 1978, gelingt Reinhold Messner und Peter Habeler die erste Ersteigung des Mount Everest (8848 m) ohne Verwendung künstlichen Sauerstoffes.

Vor 25 Jahren, am 27. Juli 1983, durchsteigt der Österreicher Thomas Bubendorfer die Eiger-Nordwand in der Rekordzeit von 4 Stunden und 50 Minuten.

Mittwoch, 26. März 2008

Dietrich Hasse zum 75

zinneAm Ostermontag 2008 feierte der legendäre Kletterer Dietrich Hasse seinen 75. Geburtstag. Vor 50 Jahren hat er mit Lothar Brandler, Jörg Lehne und Sigi Löw in der „Direttissima“ der Großen-Zinne-Nordwand Alpingeschichte geschrieben. Diese Route wies bei der Erstbegehung zweifelsfrei Kletterpassagen im damals noch gar nicht „bekannten“ 7. Schwierigkeitsgrad auf (zwischen den zu jener Zeit noch unvermeidlichen technischen Passagen).

Mit der bergsportlichen Entdeckung und Erschließung des nordgriechischen Metéora gelang dem gebürtigen Sachsen ein weiteres Meisterstück. Dieses landschaftlich grandiose Klettergebiet wird immer mit seinem Namen verbunden sein.

Dietrich Hasse wird zusammen mit seinem früheren Seilpartner, dem großartigen Kletterer und Filmemacher Lothar Brandler, am 27. August 2008 Ehrengast beim FILMFEST ST. ANTON sein.

Montag, 17. März 2008

Grüzi wohl...

Bernd Zangerl bouldert in der SchweizUnglaublich aber wahr, in ein paar Monaten ist es schon wieder soweit. Bereits zum 14. Mal findet in St. Anton am Arlberg das FILMFEST statt....ja und meine Wenigkeit ist zum zweiten Mal dabei. Hochkarätige Gäste haben ihr Kommen bereits zugesagt, und für unser hochkarätiges Publikum gibt es wieder viele Filme aus allen Bereichen des Bergsports.
Die Vorbereitungen sind also schon voll im Gange, nur ich habe es noch ruhig :-)
Noch arbeite / probiere / träume ich von meinen Boulderprojekten...
...aber dann und wann kommen mir auch schon die ersten Einfälle für das Filmfest, wenn ich so durch die Wälder bzw. durch die Berge streife :-)

Ich freu mich schon auf das 14. Bergfilmfest in St. Anton...

Schöne Grüsse aus den Schweizer Bergen,
Bernd Zangerl

Freitag, 14. März 2008

Faszination Freeriding - Ein grandioser Fotoband von Peter Mathis

Freeride. Photographs by Peter MathisDer Hohenemser Peter Mathis genießt in der Berg- und Sport-Fotografie eine herausragende Stellung. Er ist nicht nur aus persönlicher Neigung immer nah dran an den alpinen Abenteuern, er schafft es auch wie wenige andere, die Faszinationen und die Magie von Landschaften und von Extremsportarten in seinen Bildern einzufangen.
Bester Beweis: Sein neues Buch „Freeride. Photographs by Peter Mathis“. Auf 120 großformatigen Seiten fängt er wirklich berauschende Momente des Freeridens mit Snowboard und Ski ein. Die guten, kenntnisreichen Texte dazu (in deutsch und englisch) stammen vom renommierten Alpin-Journalisten Tom Dauer. Der freilich auch die Betrachter der Bilder vor Nachahmung warnt: Die Akteure sind allesamt Profis – und die Bilder sind unter Begleitung von Bergführern und vorheriger gründlicher Prüfung der Lawinen- und sonstigen Gefahrensituation entstanden.
Panico Alpinverlag, Euro 49,90.

Sonntag, 9. März 2008

„Wir mögen Überraschungen“ - FILMFEST-Leiter Stefan König im Gespräch

Stefan KönigDas FILMFEST ST. ANTON geht ins 14. Jahr. Als es 1995 gestartet wurde, kamen am Eröffnungsabend gerade einmal 48 Besucher. Mittlerweile begeistert es im großen ARLBERG-well.com allabendlich Hunderte. Eine Erfolgsgeschichte. Stefan König, der Leiter der mittlerweile so renommierten Veranstaltung, über das FILMFEST ST. ANTON 2008 und über Ideen und Pläne für die Zukunft.

? In den letzten Jahren ist das FILMFEST ST. ANTON jünger und flotter geworden. Der Extremsport ist stärker in den Blickpunkt gerückt...
Das war uns auch sehr wichtig. Wir müssen ja auch an die Zukunft denken, neue Publikumsschichten gewinnen. Dass mittlerweile sehr viele junge Leute zum Teil von weit her anreisen, freut uns sehr.

? Besteht da nicht die Gefahr, dass die leiseren Themen, die etwas schwerer zugänglichen Filme, vom Extremsport an die Wand gedrückt werden?
Das ist immer eine Gratwanderung, ganz klar. Aber unser ganzes Team achtet sehr darauf, dass wir nicht zur seichten Abspielstätte sogenannter Sensationen werden. Wir mögen Brechungen, Überraschungen. Wir möchten, dass die jungen Freaks auch mal einen Film übers Leben von Bergbauern ansehen. Und dass unser ‚gesetzteres’ Publikum sich auch auf die ganz junge Sicht der Extremsportler einlässt. Bislang, glaube ich, funktioniert das hier sehr gut.

? Stichwort ‚Extremsport’: Mit welchen Top-Gästen dürfen die Besucher heuer rechnen?
Dass wir die Kletterlegende Kurt Albert gewinnen konnten, ist für uns ein absolutes Highlight. Er hat den ‚Rotpunkt’-Gedanken quasi als erster zu Ende gedacht und publik gemacht. Er zählt bis heute zur Weltspitze – und er ist ein sehr sympathischer Mensch. Wir werden ihn live auf der Bühne haben, zwei oder drei Filme dazu – das wird stark.
Dann kommt die berühmte Seilschaft Hasse/Brandler. Vor 50 Jahren haben sie die Direttissima in der Rotwand und der Großen-Zinne-Nordwand erstbegangen, Meilensteine des Bergsports. Ich freue mich, mit den beiden älteren Herrn auf der Bühne zu sitzen und zurück zu blicken auf eine grandiose Epoche des modernen Alpinismus. Und dann ist noch...ach was, das verrate ich heute noch nicht. Da müssen Sie sich bitte noch ein bisschen gedulden...

? Der Bergfilm allgemein: Wie hat er sich Ihrer Ansicht nach entwickelt in den 14 Jahren, seit es das FILMFEST ST. ANTON gibt?

baumIn den letzten Jahren hat sich enorm viel getan! Bergfilm wird nicht mehr nur mit Luis Trenker in Verbindung gebracht! Das Genre ist reich an Facetten – vom Heimatfilm bis ‚Am Limit’, vom alpinen Funsport bis zur Doku über das Leben in einem alpenfernen Gebirge dieser Welt. Ich würde sagen: es hat noch nie so eine Vielfalt gegeben. Die Bilder sind meist großartig, die Kameraarbeit ebenfalls. Wenn es dem Bergfilm derzeit an etwas mangelt, dann sind es die guten Geschichten. Ich würde mir wünschen, dass wieder etwas mehr erzählt wird, statt vor allem auf die Kraft der Bilder vom extremen Tun zu setzen.

? Wie wird sich das FILMFEST ST. ANTON in den nächsten Jahren entwickeln?
Wir haben im letzten Jahr junge Leute eingebunden: den Weltklasse-Boulderer Bernd Zangerl aus Flirsch, dazu meine Tochter. Da kommt neuer Input, neue Ideen. Ich denke, wir alle zusammen werden den typischen Stil des FILMFESTS ST. ANTON weiter verfeinern, und zugleich werden wir immer wieder für neue Überraschungen sorgen.

? Als Moderator sind Sie mit zahlreichen Alpin-Stars auf der Bühne gestanden. Wer hat auf Sie den größten Eindruck gemacht?
Oh, das ist schwer. Sehr beeindruckt war ich von Heinrich Harrers Präsenz und Rhetorik – damals war er fast 90... Alain Robert, der französische Fassadenkletterer, hat mich fasziniert. Ein für mich wirklich großartiges Gespräch gab es im vorletzten Jahr mit Alt-Bischof Stecher. Und natürlich letztes Jahr die ‚Himalaya-Runde’ mit Peter Habeler, Wolfgang Nairz und Dr. Oswald ‚Bulle’ Oelz.

? Und wen möchten Sie in den nächsten Jahren noch alles für das FILMFEST ST. ANTON gewinnen?
Die Kletterlegenden Ron Kauk und John Bachar. Maurice Herzog, den Erstbesteiger der Annapurna im Jahr 1950. Den großen Filmregisseur Werner Herzog. Oder Clint Eastwood – es gibt einige ‚Berg- und Abenteuerfilme’, bei denen er mitgespielt oder Regie geführt hat. Denken Sie nur an ‚Eiger Sanction’... Aber es sind auch noch viele andere interessante Leute da, auf die ich mich freuen würde.

Da kann man nur gutes Gelingen wünschen – für 2008 und darüber hinaus...

Montag, 25. Februar 2008

St. Anton-Sieger kommt auf 3SAT

Reinhard Karl auf der Gipfel der Everest (Foto: Oswald Ölz) Beim 13. FILMFEST ST. ANTON 2007 bekam die aufwändige Dokumentation „Die wilden Siebziger“ den St. Anton Spezialpreis zugesprochen.
Wolfgang Rebernik und Axel Traun schildern darin die große Ära des österreichischen Himalaya-Bergsteigens. Im Jahr 1978 gelang Peter Habeler zusammen mit Reinhold Messner die erste Besteigung des Mount Everest unter Verzicht auf künstlichen Sauerstoff, wenige Tage zuvor waren Robert Schauer und Wolfgang Nairz als erste Österreicher auf dem höchsten Gipfel der Erde gewesen.
Das faszinierende Original-Filmmaterial des leider früh verstorbenen Filmemachers Horst Bergmann bildet bei diesem Film die Basis – die Rückschauen und Erinnerungen der Expeditionsteilnehmer (Habeler, Nairz, Messner, Oelz) lassen die „wilden Siebziger“ noch einmal sehr nahe rücken.
Am Sonntag, 2. März 2008, zeigt der Kultursender 3SAT um 19.10 Uhr diesen überaus sehenswerten Film. Unbedingt vormerken!

Mittwoch, 20. Februar 2008

Stefan Häusl gewinnt Engadinsnow 2008

Stefan Häusl gewinnt das Engadin SnowStefan Häusl, der schon mehrfach beim FILMFEST ST. ANTON zu Gast war, gewann in dieser Woche am Corvatsch den 6. ENGADINSNOW für Freeskier. Stefan zeigte den zahlreich angereisten Zuschauern einen Lauf der Extraklasse. Seine technisch schwierig ausgewählte Linie absolvierte er am flüssigsten. Seine sauber gestandenen Sprünge überzeugten die Jury. Er gewann mit klarem Vorsprung von 6,1 Punkten auf den zweitplatzierten Schweden Andreas Fransson und den drittplatzierten Matthias Haunholder aus Österreich. "Ich habe eine technisch sehr schwierige Linie mit großen Sprüngen über Felsen gewählt. Ich konnte alles super flüssig fahren und jeden Sprung sauber landen", freut sich der Strengener Stefan Häusl über diesen Sieg bei einem der grössten Freeride-Bewerbe.

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