Vermischtes

Dienstag, 20. Mai 2008

Schad drum! - Die Zeitschrift BERGE gibt es nicht mehr

berge150 Ausgaben lang hat die Zeitschrift BERGE, herausgegeben von Micky Pause, ihre Leser unterhalten und informiert. Starke Bildstrecken, ausführliche Berichte, Texte, die nicht nur minimal verlängerte Bildlegenden waren. Immer ging es um die Freude am Unterwegssein in den Alpen und sonst irgendwo auf der Welt. Doch in weit stärkerem Maß als die Mitbewerber auf dem engen Zeitschriftenmarkt, befasste sich BERGE auch mit den Menschen, die im Gebirge leben, mit Kultur und Brauchtum.

Die erste Ausgabe – sie erschien Anfang der achtziger Jahre – war dem Matterhorn gewidmet. Da rümpfte noch mancher Bergfreund die Nase: Was sollte man zum Matterhorn noch Neues bieten. Aber die Folgejahre zeigten dann, dass BERGE sehr wohl in der Lage war, die herrlichsten Alpenregionen immer wieder auch aus anderer Perspektive zu präsentieren.
Die letzte Ausgabe von BERGE ist wieder dem Matterhorn gewidmet.
Schade, dass es BERGE nicht mehr gibt!

Montag, 14. April 2008

Ein Blick auf einige alpingeschichtliche Jubiläen im FILMFEST-Jahr 2008

jublilaeenVor 850 Jahren, im Jahr 1158, überquerte Friedrich Barbarossa mit 100.000 Mann und 15.000 Reitern am Brenner die Alpen.

Vor 100 Jahren, am 13. Oktober 1908, wurde die später berühmt gewordene Westwand des Totenkirchls im Wilden Kaiser erstmals durchstiegen. Erfolgreich waren die Bergsteiger Josef Klammer und Rudolf Schietzold mit den Führern Piaz und Schroffenegger

Vor 80 Jahren, am 25. September 1928, gelang den deutschen Bergsteigern Allwein, Schneider und Wien die Erstersteigung des Pik Lenin (7127 m) im Pamirgebirge.

Vor 75 Jahren gelang Emilio Comici mit den Brüdern Dimai vom 12. bis 14. August 1933 die erste Durchsteigung der Großen-Zinne-Nordwand (Dolomiten). Sie weist den VI. Schwierigkeitsgrad auf.

Vor 70 Jahren, im Jahr 1938, gelingen die Erstbegehung der Eiger-Nordwand (21. – 24. Juli durch Heckmair und Vörg, Harrer und Kasparek) und die Erstbegehung des Walkerpfeilers an der Grandes Jorasses (4. – 6. August durch Cassin, Esposito und Tizzoni).

Vor 50 Jahren gelingt den deutschen Kletterern Hasse, Brandler, Lehne und Löw die Erstbegehung der Direkten Nordwand der Großen Zinne (6.-11. Juli 1958).

Ebenfalls vor 50 Jahren, am 12. November 1958, erreichen die amerikanischen Kletterer Harding, Merry und Whitemore als erste den Gipfel des El Capitan über die „Nose“.

Vor 30 Jahren, am 8. Mai 1978, gelingt Reinhold Messner und Peter Habeler die erste Ersteigung des Mount Everest (8848 m) ohne Verwendung künstlichen Sauerstoffes.

Vor 25 Jahren, am 27. Juli 1983, durchsteigt der Österreicher Thomas Bubendorfer die Eiger-Nordwand in der Rekordzeit von 4 Stunden und 50 Minuten.

Freitag, 7. September 2007

FILMFEST 2008

Der Termin für das nächste FILMFEST ST. ANTON steht bereits fest. Von 26. bis 30. August 2008 werden wieder spannende Filme zu den Themen "Berge - Menschen - Abenteuer" und interessante Gäste im ARLBERG-well.com (WM-Halle) zu Gast sein.

Samstag, 25. August 2007

Techniker mit Karma - Harri Krumböck zieht beim FILMFEST ST. ANTON aus dem Hintergrund die Fäden

Harald Kruckböck„Eine Veranstaltung wie das FILMFEST ST. ANTON“, sagt Filmfest-Leiter Stefan König, „braucht einen Technik-Chef mit Karma! Einen wie Harri Krumböck!“ Der ist seit nunmehr zehn Jahren mit von der Partie. Und er hat ganz maßgeblich in diesen Jahren dafür gesorgt, dass die Technik, ob Film, Sound oder Licht, auch dann reibungslos funktioniert hat, wenn die Veranstaltungsabende eine sehr komplexe Regie-Vorgabe hatten.

Aber nicht nur das: Ob TV-Trailer oder eindrucksvoll geschnittene Leinwand-Präsentation des FILMFEST-Programms – alles kommt aus seiner „Werkstatt“. Und immer mehr Filmemacher aus Tirol (und darüber hinaus) holen sich bei Krumböck Rat und Unterstützung bei der Endbearbeitung ihrer filmischen Projekte. Dass er zudem mit eigenen Filmarbeiten bei zahlreichen Festivals vertreten war, prädestiniert ihn natürlich für die verantwortungsvolle Aufgabe in St. Anton.
Harri Krumböck lebt in Innsbruck und arbeitet von dort aus als selbständiger Fachmann für Film, Video, Multimedia und Veranstaltung.
Harald Krumböck, Ing-Etzel-Straße 25, A-6020 Innsbruck
Mobil:+43(0)650/5911280, Mail: krumboeck@inomedia.at

Dienstag, 14. August 2007

Mit dem Zug günstig zum FILMFEST

eventticketSt. Anton am Arlberg liegt an der Westbahnstrecke und genießt das Privileg Haltebahnhof fast aller Schnellzügen zu sein. Für den Weg zum FILMFEST bietet sich eine Zugfahrt deshalb an. Auch weil die ÖBB einen besonderen Tarif für FILMFEST-Besucherinnen und -Besucher anbietet. Dazu muss man einen Gutschein ausfüllen und am ÖBB-Schalter ein Eventticket lösen. Hat man eine Vorteilskarte bekommt man damit die Fahrkarte um ganze 60 Prozent billiger! Aber auch ohne Vorteilskarte gibt es die Fahrkarte immer noch um ein Viertel billiger. Und auch beim FILMFEST gibt es Ermäßigung für Bahnfahrer. Sie erhalten die Eintrittskarte für 5,50 Euro statt für 8 Euro! Bei der Rückfahrt muss man dem Schaffner dann die Eintrittskarte vorweisen, also die Karte nicht wegschmeißen!

► zum Gutschein

Die Zugverbindungen für die FILMFEST-Abende:

aus Richtung Innsbruck: St. Anton an 19:49
St. Anton ab: 23:19 oder 0:47

aus Richtung Bregenz: St. Anton an 18:10 oder 20:10
St. Anton ab: 23:45

Mittwoch, 1. August 2007

FILMFEST-Homepage war offline

pickelNach einem technischen Defekt beim Provider war die Website des FILMFESTS ST. ANTON leider offline. Die Probleme sind nun wieder behoben. Infos rund um das FILMFEST gibt es auch hier auf dem FILMFEST Blog, wo fast täglich über die Highlights des diesjährigen Programms berichtet wird.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Beat Kammerlander mit neuem Film

Beat Kammerlander (Foto: Sabine Stemer)Der Vorarlberger Beat Kammerlander (Foto: Sabine Stemer) eröffnet den FILMFEST-Abend am 30. August in St. Anton am Arlberg mit einem neuen Film: "Flying Circus". Eine Dokumentation über die Begehung dieser schwierigen Mixed-Route an der Breitwangfluh von Markus Eck.

Vier Seillängen an der Decke einer riesigen Grotte, Bohrhaken nur an den Standplätzen, bewertet mit M10 und E4 – das ist Flying Circus, die weltweit erste Route in diesem Schwierigkeitsgrad. Die Mixed-Linie im Berner Oberland wurde 1998 von Robert Jasper eröffnet. Erst im Vorjahr gelangen die ersten vollständigen Wiederholungen. Beat Kammerlander kletterte die Route am 10. Februar 2006 rotpunkt, ohne vorher Sicherungspunkte angebracht zu haben. Vier Tage später wiederholte er die Route noch einmal, der steirische Profibergführer und Filmemacher Markus Eck und sein Team begleiteten ihn dabei.

Dienstag, 12. Juni 2007

Hollareiduljöh!

Eine kleine Glosse zum neuen Plakatmotiv
Von Reiner Wüst


Plakat 13. Filmfest St. Anton Auch im dreizehnten Veranstaltungsjahr wahrt das FILMFEST ST. ANTON seine Tradition: mit einem Plakatmotiv, das einmal mehr Kunst und Kitsch aufs Beste vereint, zeigt man augenzwinkernd, dass man sehr wohl weiß um das Kitschelement, das so manchem Bergfilm innewohnt. Da braucht man gar nicht zurückdenken bis in die Zeiten Luis Trenkers – Gefühlspathos, Sonnenaufgangsfarbigkeit und Berg-ruft-Heroik findet man auch in den aktuellen Bergfilmbeiträgen reichlich.

Werden anderswo extreme Sportkletterbilder oder atemberaubende Berglandschaften zum Plakatmotiv auserwählt, so setzt man in St. Anton auf kleine „Fundstücke“ aus den einschlägigen Souvenirläden zwischen Sellajoch und Oberammergau. Da passt ein kleiner Eispickel (im Original gerademal 25 cm lang) samt genagelten Urgroßvater-Bergstiefeln aus Plastik perfekt ins Bild. Nicht zu vergessen das stilisierte Hanfseil und das geradezu unvermeidliche Edelweiß. Hollareiduljöh!, ruft da ein jeder Plakatbetrachter und will wissen, wo er dieses neuerliche Sammlerstück bekommen kann (am besten natürlich beim 13. FILMFEST ST. ANTON in der Zeit vom 28. August bis zum 1. September 2007).

Die Verantwortlichen des FILMFESTS verstehen ihre Entscheidung allerdings nicht nur satirisch. Vielmehr sollen die Plakatmotive den besonderen Stil der Veranstaltung wiederspiegeln: Die große Show, technisch wie von der Perfomance her auf höchstem Niveau, dabei bereichert durch geradezu poetische Zwischentöne, wie man sie sonst selten wo findet. Dass zur Matinee mit Bergbauern-Filmen Erbswurstsuppe gereicht wird – klassische Bergsteiger-Labsal –, oder dass ein altes Ehepaar erzählt, wie es dereinst mit dem Goggomobil um die Welt (!) gefahren ist, das gehört ebenso zu den besonderen Momenten wie die Projektion kurzer Animationsfilme. All dies trägt dazu bei, die Bildopulenz und die Action des Genres immer wieder zu brechen, Pole der Besinnung zu schaffen und jenen Hauch von Magie zu erzeugen, der das FILMFEST ST. ANTON berühmt gemacht hat.

Das diesjährige Plakatmotiv – Fels, Stiefel, Seil und Edelweiß vor felsigem Hintergrund – stammt von thöni visual-design, Telfs. Günther Thöni hat das FILMFEST ST. ANTON vom ersten Jahr an betreut und ihm ganz maßgeblich zu Image und Unverwechselbarkeit verholfen. Mal war es der „hochalpine Gartenzwerg“, mal waren es edelweiß- und enziangezierte Hosenträger oder auch eine Spielzeuggondelbahn, die, in anderes Licht gerückt, für sich und für das FILMFEST ST. ANTON neue Aufmerksamkeit erzielte.

Also: Ausschau halten nach dem Pickel, der, herrlich antiquiert und herrlich kitschig, in verschiedenen Variationen das diesjährige FILMFEST ST. ANTON bewirbt. Und immer dran denken: die Abende beim Bergfilmfest am Arlberg sind genauso gut, spannend, schräg und witzig wie das grandiose Plakat!

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