Der Italiener Pietro Dal Pra wird mit seinem neuen Film ARIA beim FILMFEST ST. ANTON live dabei sein. Vormerken: Donnerstag, 27. August 2009 im ARLBERG-well.com. Mehr dazu im Programm.
Das 15. FILMFEST ST. ANTON geht von 25. bis 29. August 2009 über die Bühne. Wer über das Programm, die Filme und die Stargäste auf dem Laufenden sein will, der kann jetzt bei Facebook und Twitter die FILMFEST-News abonnieren. Wir informieren in den nächsten Wochen über die neuen Filme, die Zusagen von Gästen und die Vorbereitungen zum FILMFEST. Ende August gibt es dann aktuelle News live von der FILMFEST-Bühne.
Im Jahr 1825 hat ein gewisser Joseph Kyselak aus Wien eine mehrmonatige Alpenwanderung unternommen – ein grandioses, bisweilen auch lebensgefährliches Unternehmen. Sein umfassender Bericht darüber, „Skizzen einer Fußreise durch Österreich“, der bald 200 Jahre vergriffen war, ist nun beim Salzburger Verlag Jung und Jung neu aufgelegt worden. Ein wahrer Lesegenuss! Bestens eingeleitet von Dr. Gabrielle Goffriller und Chico Klein.
Beim diesjährigen FILMFEST ST. ANTON gibt es gleich am Eröffnungsabend den Film zum Buch: „Kyselak war da!“ heißt die 2008 realisierte Spieldokumentation von Chico Klein. Darin wird Kyselak, dargestellt von Nikoaus Barton, als Alpenwanderer – und als Graffitimaler! – wieder sehr lebendig!
Wenn dem Bergfilmgenre bisweilen vorgehalten wird, dass es zuviel Action zeigt, aber zu wenige Geschichten birgt – dieser Film erzählt eine Geschichte, sehr anregend, stimmungsvoll und in opulenten Bildern.
FILMFEST-Gast Andy Holzer will es wieder einmal wissen: Mit einem kleinen Expeditionsteam ist er derzeit auf dem Weg zum 8.188 Meter hohen Cho Oyu, für den blinden Bergsteiger eine große Herausforderung. Dank seiner umtriebigen Partnerin Sabine können wir seinen Aufstieg online live mitverfolgen. Das Expeditionstagebuch findet sich hier: http://www.chooyu2009.com/tagebuch.html
In wenigen Wochen wird man es wieder überall in Tirol und Vorarlberg von den Plakatwänden und Litfasssäulen prangen sehen: das neue Motiv des Filmfests St. Anton. Heuer, im 15. Jahr, wieder in besonders auffälliger und gewagter Farbgebung – einer Kombination aus einem Hintergrund in Rost-Orange und einem Motiv, das die Betrachter wohl irgendwo zwischen Rosa und Lila einordnen werden.
Die Gestaltung des Plakats oblag wieder einmal dem Telfer Designer Günther Thöni, der das Filmfest St. Anton seit der Auftaktveranstaltung im Jahr 1995 betreut. Seit nunmehr 15 Jahren sorgt er für unverwechselbare Sujets und für Programmhefte bzw. Programmzeitschriften, die in Sammlerkreisen begehrt sind.
Doch das Plakatmotiv ist zugleich ein „Original-Zangerl“! Denn der alte, durchgewetzte Kletterschuh, der da im Blickpunkt steht, gehört keinem Geringeren als dem Weltklasse-Boulderer Bernd Zangerl. Und was dieser Schuh so alles erlebt hat, ehe er zwischenzeitlich in den verdienten Ruhestand geschickt worden war (und ehe er dann fürs FILMFEST ST. ANTON zurück ins Rampenlicht geholt worden ist), das erzählt Zangerl während der Filmfest-Veranstaltungen vom 25.-29. August 2009 wohl am besten selbst...
Man möchte meinen, über Luis Trenker, den „ewigen Bergfex“, Filmemacher, Schauspieler, Fernseherzähler, wäre alles längst gesagt – und das schon mehr als einmal...
Nun wagt sich das Bayerische Fernsehen an eine neue Dokumentation – und die verspricht durchaus interessant zu werden. Schließlich ist die junge Filmemacherin Steffi Illinger nicht angetreten, um nur neue Kerzen unterm Denkmal anzuzünden. „Der schmale Grat – Der steile Weg des Luis Trenker“ heißt ihre 45-minütige Dokumentation, die am Montag, 20. April 2009, um 22.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen gezeigt wird.
Zu Wort kommen darin unter anderem Dr. Ferdinand Trenker, der den Nachlass seines Vaters verwaltet; der österreichische Historiker Christian Rapp, der sich in seinem Buch „Höhenrausch“ sehr kritisch mit dem Bergfilm zur Zeit des III. Reichs befasst, und Stefan König, Leiter des Filmfests St. Anton und Autor der Trenker-Biographie „Bera Luis“, die 2007 neu aufgelegt worden ist.
Ein Tipp nicht nur für Bergfilm-Enthusiasten!
Der WDR zeigt am Freitag eine Doku von Uwe Behringer über FILMFEST-Gast Andy Holzer: "Seine Hände tasten jede Kante und Spalte des harten Felsens ab. Ganz langsam. Unter Andy Holzer liegt nichts als der Abgrund, weit über ihm die Laserz-Wand. Eine fast senkrechte Kante, die 2.614 Meter in den Himmel der Lienzer Dolomiten ragt. Andy Holzer fühlt den Berg, sehen kann er ihn nicht - der 42-jährige ist von Geburt an blind." Andy arbeitet an seinem großen Projekt: die Seven Summits. Uwe Behringer begleitete ihn dabei.
Blind am Abgrund
Der Bergsteiger Andy Holzer
Das Erste | Freitag, 10.04.2009 | 19:15 Uhr
WDR (Stern.) | Länge: 45 Minuten
FILMFEST-Moderator Bernd Zangerl ist Mitte Januar die Wiederholung eines der schwersten Boulder-Probleme von Fred Nicole gelungen. Entlinge, 8C, liegt im schweizerischen Murgtal und wurde von Nicole 2005 erstmals gemeistert. An dem kurzen, steilen Stück mit sechs Zügen hatte er mehrere Jahre gearbeitet. Für Bernd Zangerl kam die erstmalige Wiederholung eher "überraschend".
Und weil die Kamera zufällig dabei war, gibt es auch ein kleines "homemade"-Movie dazu:
Das Jahr 2009 ist schon einige Tage alt, und es wird ein besonderes Jubiläum bringen. Das FILMFEST ST. ANTON feiert heuer seinen 15. Geburtstag. Was 1995 in sehr kleinem und heimeligen Rahmen begonnen hat, ist inzwischen international bekannt und für vielen zu einem Höhepunkt des Jahres geworden. Weit über die Grenzen Tirols hinaus wird das Festival am Arlberg heute wahrgenommen. Charaktere des Bergsteigens, Ausnahmeathleten und besondere Menschen werden auch in diesem Jahr wieder zu Gast in St. Anton am Arlberg sein. Und wie immer gibt es fünf Tage lang spannende, atemberaubende und bewegende Filme zu sehen. Näheres zum diesjährigen Programm wird in den nächsten Wochen und Monate hier und auf der Homepage des FILMFESTS ST. ANTON veröffentlicht.
Das FILMFEST-Team wünscht allen Berg(film)-Freunden ein gutes 2009 und freut sich schon auf Deinen Besuch in St. Anton am Arlberg!
Martin Schließler, Alpinist, Reisender und Filmemacher
Am 4. September 2008 verstarb in seiner Wahlheimat Vancouver der großartige Filmemacher, Alpinist und Abenteurer Martin Schließler. Er wurde 78 Jahre alt.
Bereits mit seinem ersten Film „Im Zauber der Kordilleren“ gewann er 1955 den deutschen Bundesfilmpreis. Danach drehte er mehr als 200 Dokumentarfilme und die Fernsehserien „Aus meinem Reisetagebuch“ und „Auf verwehten Spuren“.
„Wir werden beim FILMFEST ST. ANTON 2009 mit einem besonderen Beitrag an Martin Schließler erinnern“, verspricht Programmleiter Christian Flatz.
Das FILMFEST ST. ANTON ging gestern Abend mit der Preisverleihung zu Ende. Der von den Arlberger Bergbahnen gestiftete Spezialpreis des Filmfestes wurde geteilt und ging an den Schweizer Samuel Gyger für „Play Gravity“ und die Tiroler Hannes Mair und Ulrich Steinlechner für „The Spirit of Mountainsports“.
Play Gravity zeigt in traumhaft schönen Bildern extreme Snowboardbefahrungen in Alaska und Gleitschirmabenteuer in all den Facetten, die dieser Sport inzwischen zu bieten hat. Die Akteure in dem Film zählen in ihrem Bereich zu den Besten der Welt und ungeachtet der Extremheit und Gefährlichkeit ihrer Abenteuer vermittelt der Film ein Gefühl von Leichtigkeit und Unbeschwertheit ihres Tuns. Inhaltlich wie von der formalen Machart und der technischen Qualität ist „Play Gravity“ ein sehr außergewöhnlicher Film des Genres und war in St. Anton auch in der Gunst des Publikums ganz vorne (Publikumspreis 2008).
Hannes Mair führt in „The Spirit of Mountainsports“ die Vielfalt des Extremsports im Gebirge vor. Der Film stellt Bouldern, Alpinismus, Basejumping, Sportklettern und Snowboarden ins Zentrum. Spitzenkönner ihres Faches wie Boulder-Welcupsieger Kilian Fischhuber und Snowboarder Flo Örley zeigen das Niveau, auf dem sich diese Sportarten inzwischen befinden und sprechen in dem preisgekrönten Film über den Geist und die Leidenschaft, die sie mit ihrem Tun verbinden. Das Werk ist Hannes Mairs dritter Film, der als Autodidakt begonnen hatte Filme zu machen, um seiner Passion für den Bergsport einen bildhaften Ausdruck geben zu können.
Mit speziellen Erwähnungen wurden die Filme „Free to Be“ von Harry Putz und Alexander Kaiser und „Einer trägt des anderen Last“ von Sylvia Rothe ausgezeichnet.
Zum Abschluss des diesjährigen FILMFESTS kommt ein ganz Großer des Klettersports nach St. Anton: Kurt Albert. Zwei Filme mit ihm werden zu sehen sein: "Kurtl goes West" und "Acopan". ""Endlich! Am 13.Dezember, nach insgesamt 11 Klettertagen, stehen wir auf dem Gipfel des 2200 Meter hohen Acopan Tepuis. Unter uns liegt die 700m hohe, stark überhängende Nordwand. mit euphorischer Begeisterung schweift der Blick hinaus auf die weite Landschaft der Grand Sabana und lässt die Schinderei der letzten Wochen binnen Sekunden vergessen", so Albert nach dem Gipfelsieg in Venezuela.
Auch in diesem Jahr gibt es beim FILMFEST eine Samstagsmatinee. Barbara Gräftner präsentiert ihre beeindruckende Dokumentation "Unterwegs nach...Heimat": Steil sind die Wiesen die zu jenem idyllisch gelegenen Weiler Gassen, in den Deferegger Bergen führen, der eigentlich die perfekte Kulisse für einen Heimatfilm alten Schlages abgeben würde. Keine Strasse stört den Blick des Besuchers, der sich um 100 Jahre zurückversetzt sehen könnte, wäre da nicht das leise Rauschen der Straße im Tal. Gut die könnte ja auch ein Bach sein, aber der Jungbauer, der mit der Milchkanne am Rücken gerade den schmalen Fußweg heraufkommt, der passt nun wirklich nicht mehr in das 100 Jahre alte Gemälde, denn er kommt mit einem Motorrad.
Und in der Filmpause gibt es wieder Erbswurstsuppe!
Slacklinen erfordert ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration, Koordination, Körperspannung, Kreativität und Mut. Christian Waldner und Michael Aschaber, die dieser Sportart seit einigen Jahren verfallen sind, haben auch heuer wieder einen Film produziert: Slackliner.at – Dimensions. "Der Film soll einerseits den enormen Fortschritt der Athleten an unterschiedlichen Locations zeigen, andererseits will er dem 'Nicht-Slackliner' einen Einblick in die Szene und den Sport 'Slacklinen' vermitteln", erzählen die beiden Protagonisten. An ausgewählten Drehorten in Italien, Deutschland und Österreich zeigen die Slackliner ihr Können nicht nur in großen Höhen sondern auch auf verschiedenen Lines knapp über dem Boden mit spektakulären Tricks.
Zu sehen ist der Film am Freitag im ARLBERG-well.com in St. Anton am Arlberg. ==> Programm
Und dann gibt's noch Committed zu sehen: Klettern in Großbritannien ist einfach anders! Vor allem kühn – bis über die Grenze zur Tollkühnheit hinaus. Ein toller Einblick in die britische Kletterwelt: die schwierigsten und gefährlichsten Routen, die faszinierendsten Klettergebiete und die besten und verrücktesten Climber: Dave McLeod, James Pearson, Johnny Dawes, John Dunne. Dazu der Kanadier Sonny Trotter, der Australier Ben Cossey und noch viele mehr.
Der Zilletaler Extrempaddler Bernhard Mauracher hat in diesem Jahr mit seinen Freunden die gefährliche Rondu-Schlucht des Indus im Norden von Pakistan mit dem Kajak befahren. Dieses waghalsige Unternehmen wurde mehrmals versucht, bisher aber ohne Erfolg. Von Tiroler Seite aus fand die letzte Expedition 1971 statt, dort war dabei Raimund Margreiter, der später als Chirurg Berühmtheit erlangte, mit federführend. Am Freitagabend feiert die Doku "Sturzfluss am Nanga Parbat" von Bernhard Mauracher beim Filmfest Premiere:
Vor 50 Jahren haben sie die Direttissima in der Großen Zinne Nordwand durchstiegen, sie haben Bergsportgeschichte geschrieben und Brandler auch noch Bergfilm-Geschichte. Kein Wunder, dass die Besucher am Mittwochabend eine besondere Gesprächsrunde auf der Bühne erleben konnten. Launig, amüsant und immer streitbar erzählten die beiden aus ihren Bergsteigerleben, von ihren gemeinsamen Unternehmungen und ihren ganz unterschiedlich verlaufenen Lebenswegen. Moderator Stefan König hatte reichlich zu tun, um die überbordende Erzählfreude in den Griff zu bekommen und immer wieder in Bahnen zu lenken. Das Publikum zeigte sich vom Auftritt der beiden „alten Haudegen“ begeistert – und das, obwohl die besten Szenen erst spät am Abend und gleichsam hinter den Kulissen stattfanden. Dietrich Hasse fand Brandlers Film über die Große Zinne „einfach unmöglich“ und Lothar Brandler plauderte aus dem bergsteigerischen Nähkästchen, das für die Öffentlichkeit einfach nicht bestimmt war.
Ein spannender Abend für Besucher wie Filmfestveranstalter gleichermaßen, sagt Stefan König.